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Die hervorragenden Markgräfler Weinlagen

Die Markgräfler Winzer machen sich seit Jahrtausenden das optimale Klima und die Böden der Region zu Nutze. Auf einer Gesamtrebfläche von 3006ha gedeihen der berühmte Gutedel, Spätburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder.

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Rebberg im Markgräflerland (© Dirk Dölker)

Das Gebiet ist unterteilt in drei Großlagen: Burg Neuenfels ist mit 1.309ha die größte, dicht gefolgt vom Lorettoberg. Die kleinste Anbaufläche bildet die Großlage Vogtei Rötteln. Ihre Kraft ziehen die Reben aus den Lehm- und Lössböden der zwischen 230m und 480m hohen Hügel, die so typisch sind für das hiesige Landschaftsbild.

Land und Leute sind hierzulande zutiefst mit ihrer Weinkultur verbunden. In den Ortschaften rund um die 42 Einzellagen sind die Straußenwirtschaften der Winzer willkommene Ausflugsziele. In Winzergenossenschaften sorgen sich die Weinbauern um einen nachhaltigen Anbau und um den Schutz der Natur. So wie in Schliengen. Das Schliengener Sonnenstück liegt in der größten Weinlage Burg Neuenfels und wird von den Winzern der ältesten Genossenschaft des Markgräflerlandes bebaut.

Vor über 100 Jahren haben sich die Winzer auf Initiative des Pfarrers Leonhard Müller zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Wein zu keltern und zu vertreiben. Inzwischen vereint die Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim 370 aktive Winzer. Hier konzentriert man sich vor allem auf den Anbau des Blauen Spätburgunders, der mit 40% Anteil an der Gesamtanbaufläche noch vor dem für die Region so besonderen Gutedel liegt. Außerdem zeigt man sich in Schliengen experimentierfreudig. Denn 12% der Weine sind für die Region eher untypisch: So gedeihen hier auch Auxerrois, Muskateller, Nobling und Gewürztraminer.

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Weinlese im Markgräfler Weinberg (© Dirk Dölker)

Einige Kilometer nordöstlich von Schliengen erhebt sich der Castellberg. Jung und Alt lieben ihren Castellberg. Die dortige Wanderschutzhütte lockt Jugendliche zu abendlichen Ausflügen in die Natur. Für die älteren Einwohner der Gemeinde Ballrechten-Dottingen ist der Castellberg vor allem Kulturgut. Als Anbaufläche von Tradition wird der Castellberg seit über 3.000 Jahren genutzt.

Über dem Hang erstrecken sich uralte Trockenmauern und Terrassen. Deshalb zählt er zur Denkmalliste des Landes Baden-Württemberg. Fast ein Drittel der Befestigung ist mit Reben bepflanzt. Als einer der bedeutendsten Steillagenhänge zählt er zu den besten Reblagen im südlichen Markgräflerland. Wie das Sonnenstück ist der Castellberg ein Teil der Großlage Burg Neuenfels.

Über exzellente und vielfältige Einzellagen verfügt auch die Vogtei Rötteln. Auf einer Höhe zwischen 230 und 310m stockt man zum Beispiel auf dem Kapellenberg Weiß- und Grauburgunder, Müller-Thurgau und Spätburgunder. Die Kuppe ziert die Wallfahrtskapelle Maria Hügel. Sie verhalf dem Berg im 19. Jahrhundert zu seinem Namen. Die Kapelle wurde 1945 bis auf die Grundmauern zerstört und 1952 wiedererrichtet.

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Markgräfler Winzerdorf eingebettet in Rebberge mit malerischer Herbstfärbung (© Dirk Dölker)

Aber nicht nur Weinbau und Religion haben hier Tradition. Inzwischen hat mit einem Golfplatz der Freizeitsport am Kapellenberg Einzug gehalten. Im Anschluss an einen Tag in der freien Natur laden die Gemeinden, wie z.B. Bad Bellingen und Bamlach, in ihren gemütlichen Weinstuben zu einem guten Tröpfchen ein.

Auf Weinlehrpfaden sowie Wander- und Radwegen kann man die Einzellagen des Markgräflerlandes entdecken und ihre Spezifika kennen und schätzen lernen. Die Lagen versprechen nicht nur Vielfalt im Geschmack sondern auch Fabeln, Geschichten und Traditionen rund um den Wein, denn gerade die Weinwirtschaft hat in den Dörfern der Region schon immer eine herausragende Rolle gespielt.

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